Rückblick

Foto: Jacqueline Godany

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Erstmalig hat das Netzwerk Zukunftsraum Land zu einem Hackathon mit dem Titel #NatureHack17 bei den Österreichischen Bundesforsten eingeladen.

„Beim Format des Hackathons (einem Neologismus aus „Hack“ und „Marathon“) kommen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz unterschiedlichen Bereichen zusammen und formieren Teams, die z.B. innerhalb von 24 Stunden neue Lösungskonzepte entwickeln, erarbeiten und präsentieren. Sie basieren auf drei Kernprinzipien: Fokus auf reale Problemstellungen, Interdisziplinarität und rasche Iteration von Ideen“, erklärt Gertraud Leimüller, Open Innovation-Expertin und Leiterin des Fachbereichs Innovation.

Im Fokus des ersten Hackathons des Netzwerk Zukunftsraum Land stand ein wichtiger Lebensraum: Der österreichische Wald. Dieser nimmt daher eine bedeutsame Funktion in wirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht ein. Gesucht wurden beim #NatureHack17 innovative Ideen und Lösungskonzepte zu den zentralen Fragestellungen „Was kann der Wald? Welche innovativen Produkte & Services bieten der Wald und die angrenzende Umgebung?“.

Speziell ausgewählte, hochmotivierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen 20 und 27 Jahren aus ganz Österreich fanden sich bei den Österreichischen Bundesforsten in Purkersdorf ein, um an dieser Fragestellung zu arbeiten. Beeindruckend war dabei der Mix an Erfahrungen und Fähigkeiten, welche die jungen Erwachsenen im Laufe des Tages einbrachten: Vom Waldaufseher über einen Filmemacher bis zur Umweltpädagogin waren verschiedenste Professionen und Perspektiven vertreten.

Die intensive Arbeit erfolgte dabei unter professioneller Anleitung des Fachbereichs Innovation des Netzwerks Zukunftsraum Land. In Teams wurden konkrete Ideen und Prototypen für neue Produkte und Services in und aus dem Wald sowie der angrenzenden Umgebung entwickelt, die nach neun Stunden intensiver Arbeit einer renommierten Fachjury bestehend aus Lisa-Marie Fassl (Austrian Angel Investors Association), Roland Kautz (ÖBf AG), Klaus Pöttinger (Pöttinger Entsorgungstechnik), Martin Nöbauer (BMLFUW) und Dana Tomic (Smartbow GmbH) vorgestellt wurden.

Die Jury prämierte am Ende der Veranstaltung die besten Ideen:

Foto: Jacqueline Godany

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1. Platz: Team Buche mit der Idee „ClimAT“

Österreichs Wälder leisten durch die Kohlenstoffspeicherung in Bäumen und Boden einen wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels. Jedoch kann durch eine spezielle Bewirtschaftungsform, den sogenannten Dauerwald, die Kohlenstoffspeicherung maximiert werden. Diese aufwendigere Bewirtschaftung soll künftig durch spezielle Kohlendioxid-Zertifikate belohnt werden, welche z.B. von Industrien mit zu hohen Kohlendioxid-Emissionen nachgefragt werden. Durch eine Kennzeichnung von Produkten aus den klimaschonenden Dauerwäldern soll auch in der Bevölkerung das Bewusstsein für den Klimawandel gesteigert werden.

 

Jacqueline Godany

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2. Platz: Team Eiche mit der Idee „Miet dir deinen Wald!“

In den Wäldern der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) gibt es zahlreiche leerstehende Gebäude und spezielle Plätze. Dieses brachliegende Potenzial soll nun mithilfe von „Miet dir deinen Wald!“ genutzt werden. Durch einen Crowdsourcing-ähnlichen Prozess können Waldbenutzerinnen und -benutzer (z.B. Wanderinnen und Wandern) interessante Plätze und Immobilien online hochladen. Diese werden von den ÖBf überprüft und können bei einem positiven Ergebnis von Waldbenutzerinnen und -benutzern gegen eine Gebühr für Veranstaltungen verwendet oder auch dauerhaft gemietet werden. Grundlage dafür ist eine Online-Plattform, die eine Suchmaschine für exklusive Orte im Gebiet der ÖBf sowie ein Bewertungs- und Empfehlungssystem beinhaltet.

 

Jacqueline Godany

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3. Platz: Team „Fichte“ mit Idee „Baumraum“

In der Idee „Baumraum“ wird der Bürosessel gegen den Holzhocker ausgetauscht und der Büroalltag in den Wald verlegt. Im Rahmen eines Pionierprojektes soll ein in den Wald integriertes Baumhaus errichtet oder eine ungenutzte Immobilie renoviert und dessen einzigartige Räumlichkeiten Unternehmen, Institutionen und Organisationen gegen eine Tagesmiete angeboten werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, naturnahe Aktivitäten wie z.B. Baumpflanzen mit Waldaufseherinnen und -aufsehern, zu buchen. Unterschiede zu herkömmlichen Seminarhotels sind das Erlebnis direkt in der Natur, die positive Wirkung auf Psyche und Körper und die zusammenschweißenden Erlebnisse im Wald (Stichwort: Teambuilding).

„Der Hackathon hat als Methode voll gegriffen. Es war beeindruckend, wie junge Menschen aus unterschiedlichen Fachrichtungen kommend, mit völlig unterschiedlichen Zugängen und Ansätzen zur möglichen Nutzung des Naturraums Neues entwickelt haben. Durch eine exzellente Moderation und Organisation ist es gelungen, in zugleich strukturierter, aber inhaltlich ergebnisoffener Weise sehr viel Substantielles zu produzieren, das – folgend – zu verschiedenen Innovationsideen geführt hat. Als Österreichische Bundesforste AG, die sich künftig der Innovation verstärkt widmen wird, war das eine sehr lehr- und erkenntnisreiche Erfahrung, die wir mit Sicherheit noch mehrfach reflektieren und ggf. auch einmal selbst einsetzen werden. Alles in allem ein sehr gelungener Tag“, zieht Jury-Mitglied Roland Kautz Fazit über den ersten Hackathon des Netzwerks Zukunftsraum Land.

 

Impressionen vom Tag: 

Foto: Jacqueline Godany

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Foto: Netzwerk Zukunftsraum Land

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